Die Standardtänze erfreuen sich auch heutzutage noch großer Beliebtheit. Auf Bällen, aber auch auf Turnieren stellen sie das A und O der Tanzkunst dar.
Als Standardtänze wurden ursprünglich alle Gesellschaftstänze bezeichnet. Dies hat sich jedoch in der heutigen Zeit geändert. Mittlerweile ist Standardtanz ein Sammelbegriff für den Langsamen Walzer, den Tango, den Wiener Walzer, den Slowfox sowie für den Foxtrott und den Quickstep.
Mit Ausnahme des Tangos werden diese aufgeführten Tänze auch als Schwungtänze bezeichnet. Im Vergleich dazu ist der Tango ein sogenannter Schreittanz. Sie sind außerdem sogenannte Bewegungstänze, bei denen die Bewegung der Tänzer je nach Tanz mehr oder weniger schnell und raumumgreifend erfolgt. Ein typisches Merkmal dieser Tänze ist der Körperkontakt, welcher die Tänzer ohne jegliche Unterbrechung verbindet. Dieser körperliche Kontakt setzt ein hohes Maß an Haltung, Balance, aber auch an Führung voraus.
Diese Aspekte tragen dazu bei, dass die Bewegungen der Tanzpaare besonders harmonisch wirken. Kennzeichnend für einen Standardtanz ist insbesondere die Führung des männlichen Tänzers. Hat der Mann agiert, reagiert der weibliche Tanzpartner unmittelbar auf die Aktion.
Somit ergeben sich im Ganzen harmonische Tanzbewegungen. Auch der Tanzhaltung bei diesen Tänzen kommt eine enorme Bedeutung zu. Sie werden in geschlossener Tanzhaltung getanzt. Während bei den vier Schwungtänzen Wiener Walzer, Langsamer Walzer, Quickstep und Slowfox der Herr seine rechte Hand auf das linke Schulterblatt der Dame und die Dame ihre linke Hand auf den rechten Oberarm des Mannes platziert und die rechte Hand der Tänzerin in der linken Hand des Tänzers liegt (optimal in Augenhöhe der Dame), unterscheidet sich die Tanzhaltung des Schreittanzes Tango in mehreren Punkten.
Der Herr führt die Dame hauptsächlich mit seinem Körper. Seine beiden Arme geben der Frau einen Rahmen, in dem sie ihre Bewegungen ausführen kann. Ein weiteres Charakteristikum der Standardtänze ist außerdem, dass sich die Tänzer bei etwaigen Figuren nicht um ihre eigene, sondern stets um die gemeinsame Achse drehen. Neben den lateinamerikanischen Tänzen bilden die Standardtänze einen sehr großen Teil der Tänze des gesamten Welttanzprogrammes.